Freiwillige Feuerwehr

Hitzendorf

Die Entwicklung des Feuerwehrwesens in Hitzendorf

Als unsere Vorfahren begannen, größere Ansiedlungen zu erbauen, lernten sie bald auch die verderbliche Macht des Feuers kennen. Feuersbrünste versetzten die Menschen in Angst und Schrecken, und lange stand man dem Zerstörungswerk des Feuers hilflos gegenüber. Im Kampf gegen die Naturgewalt erwies sich der Einzelne als machtlos; nur organisierte Zusammenarbeit von beherzten Männern führte zum Erfolg. Diese neue Organisation, wo sich freiwillige Helfer zusammentaten, um sich dem Feuer zu wehren, wurde im Jahre 1883 in Hitzendorf ins Leben gerufen. Was in dieser Zeit im Feuerwehrwesen in Hitzendorf alles passierte und welche Probleme es gab, sollen die einzelnen, nachstehend angeführten Protokollauszüge uns vermitteln:

Auszug aus dem Protokoll der    

1.Generalversammlung vom 27.01.1884

Am 27. Jänner 1884 wurde die erste Generalversammlung abgehalten. Anwesend waren 25 ausübende Mitglieder, von welchen ein Mitgliederbeitrag von 1 Gulden pro Jahr eingehoben wurde. Die Unterstützungsmitglieder gewährten der Feuerwehr einen Betrag von 50 Kreuzern pro Arbeitsjahr.                     

Über Vorschlag des Hauptmannes werden die Herren Baron Ernst Haan, Peter Edler von Reininghaus zu Ehrenmitgliedern des Vereines ernannt, und erhielten Diplome ausgefertigt.                                

Weiters wurde beschlossen, um eine Ausfertigung eines Fragebogens betreffend die Organisation der Feuerwehr.              

Der Ausschuss entschloss sich, dem steiermärkischen Gauverband beizutreten.                      

Weiters wurden die Bespannungskosten (Pferdegespann) des Mannschaftswagen und der Spritze besprochen. Demnach musste die Gemeinde pro Brand für die beiden Bespannungen 9 Gulden bezahlen.

Bezüglich des Bauens eines Spritzenhauses wird beschlossen, an die Gemeinde das Ansuchen zu stellen, das notwendige Bargeld (ca.300 Gulden) hierfür zu spenden. Über Ansuchen an eine Grazer Versicherungsanstalt erhoffte man jenen Geldbetrag, welcher zur Anschaffung von 50m Schlauch benötigt wurde. Anlässlich der Gründungsfeier wurde vom Ausschuss beschlossen, eine Tombola zu veranstalten.      

Auszug aus dem Protokoll der                                              

Generalversammlung vom 08.01.1893

Zur allgemeinen Tagesordnung wurde bekundet, dass Herr Dr. Trost als Feuerwehrarzt dem Verein beitrete.          

Anlässlich des 10 jährigen Gründungsfestes, welches am 27. August 1893 im Ort Hitzendorf stattfand, wurde über Antrag von Herrn Schwentner an Mitglieder für deren 10jährige Mitgliedschaft ein Andenken von der Gründungsfeier überreicht.                            

 Weiters wurde der 1. Bezirksfeuerwehrtag angenommen.

Protokollabschrift von der am

25.03.1893 abgehaltenen Ausschusssitzung

Der Wehrhauptmann Anton Buchaus überträgt nach der Eröffnung der Ausschusssitzung an den Stellvertreter Andreas Hois den Vorsitz, welcher zum Anlegen eines Verzeichnisses über die vorhandenen Löschgeräte beauftragt wurde.

 Da für den Abschnitt Berndorf eine Feuerwehrspritze notwendig wurde, wird beschlossen, eine solche auf Ratenzahlung bei der Fa. Kernreiter (Wien) zu bestellen. Die Kosten hierfür durften die Höhe von 500 Gulden aber nicht übersteigen.

Ein Betrag von 200 Gulden wurde für die Anschaffung von nötigen Ausrüstungsgegenständen bewilligt. Herr Buchaus und Herr Hois besorgten diese in Graz bei der Fa. Köllisch.

Die gesamten Auslagen, hoffte die Feuerwehr durch Zuschüsse aus der hiesigen Gemeindevertretung und vom Landesfeuerwehrfonds decken zu können.

Für den Löschzug Berndorf wurden folgende Herren in den Verein aufgenommen:

2. Hauptmannstellvertreter: Herr Mathias Reinisch

Spritzenzugsführer: Herr Josef Hochstrasser

Zeugwart: Herr Andreas Töscher

Die Spritzenweihe wurde in einfachster Weise vorgenommen. Andere Feuerwehren wurden hierzu nicht geladen.

Technische Ausrüstung

Auf Anregung des Hauptmannstellvertreters Johann Schwentner wurde beschlossen, zur Anschaffung einer Motorspritze einen Reservefonds anzulegen. Deshalb wurde bei der Raiffeisenkasse Hitzendorf ein Einlagenbuch mit einem Kassastand von 400 Kronen angelegt. Diese Entscheidung wurde bei der Ausschusssitzung am 04.August 1918 getroffen. Bereits am 26. April 1925 wurde der Beschluss gefasst, eine Gebirgsmotorspritze anzuschaffen und diesbezüglich ein Ansuchen an die Gemeinde zu richten.

Am 28. Mai 1926 wurde die neue Autospritze, Type Perl-Auhof, Wien, geliefert und vom Inspektor Stanke inspiziert und der Feuerwehr übergeben.

Aus dem Protokoll einer Ausschusssitzung war zu entnehmen, wie schwierig die Zeit damals war. Es wurde beschlossen, dass-infolge der damals schon hohen Treibstoffpreise- die Übungsfahrten nur unter Beisein des Hauptmannes oder dessen Stellvertreters durchgeführt werden dürfen.

Im Jahr 1932 wurde von der Fa. Rosenbauer ein Aggregat der Type E35 zum Preis von ATS 3650.- angekauft. Anlässlich des 50jährigen Bestandjubiläums am 28.Juli 1933 wurde die Weihe des Aggregates vorgenommen.

Bei der Vollversammlung am 04. Dezember 1938 wurde beschlossen, die schon stark reparaturanfällige Autospritze zu verkaufen und ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Maschinenmeister Steinberger erbrachte die Meinung, ein Auto mit Luftkühlung vorzuziehen.

Nach zahlreichen Erkundigungen wurde im Herbst 1939 ein Fahrzeug der Marke “Phaenomaen Granit 25” luftgekühlt, mit 40 PS gekauft. Im Jahr 1943 wurde zu diesem Fahrzeug ein Anhänger samt Aggregat gekauft.

Kriegsereignisse:

Der Krieg, der auch auf unser Heimatland hereingebrochen war, forderte von der Feuerwehr strenge Bereitschaft. Mehrere Ausfahrten zur Hilfeleistung der schwer getroffenen Landeshauptstadt Graz und Umgebung mussten durchgeführt werden.

Als besonders schwerer und kritischer Tag muss der 09. März 1945 angesehen werden, wo auch unser Landstrich schwer getroffen wurde. Es folgt Bombenangriff auf Bombenangriff.

9. März 1945 in Hitzendorf und Umgebung

Insgesamt wurden vier Bombenangriffe auf Hitzendorf und Umgebung geflogen. Am schwersten getroffen wurden die Ortschaften Holzberg und Doblegg.

Bei all diesen Angriffen fanden 13 Personen den Tod.

Die erste Ausfahrt der Feuerwehr war ein Rettungsdienst nach Doblegg. Die zweite Ausfahrt erfolgte ebenfalls nach Doblegg zu einem Wirtschaftsgebäudebrand. An den nachfolgenden Tagen wurde die Feuerwehr zu Rettungsdiensten in den Angergraben gerufen.

Die Männer der freiwilligen Feuerwehr Hitzendorf waren in diesen Tagen und Stunden der Angst vor große Aufgaben gestellt, die aber trotz ständiger Gefahr aus der Luft gemeistert wurden.

Glücklicherweise ist der Ort Hitzendorf von den todbringenden Bomben aus der Luft verschont geblieben.

Dieser Bericht möge für die kommenden Generationen und Wehrmänner ein Beispiel von Opferbereitschaft sein.

Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass das Rüstfahrzeug der Marke Paenomaen, mit seinen 40 PS zu schwach war, um bei den Einsätzen den Aggregatanhänger sowie die Mannschaft zum Einsatzort zu bringen. Da der Löschbereich unserer Wehr eine hügelige Landschaft aufweist, kam man im Jahre 1951 zum Entschluss, einen zweiten Rüstwagen anzukaufen. Da die Auswahl nicht groß war und der Kassastand auch zu wünschen übrig ließ, entschloss man sich, aus dem englischen Heeresbestand einen Chevrolet anzukaufen und als Feuerwehrfahrzeug umzubauen.

Man musste sich den Tatsachen beugen und erkennen, dass das Fahrzeug für unsere Gemeindewege und Interessentenzufahrtswege zu den Bauerngehöften zu breitspurig war, außerdem war der Benzinverbrauch enorm hoch, sodass es unmöglich war, die vorgeschriebenen Übungsfahrten durchzuführen. Somit stand das Fahrzeug unbenützt und daher auch nicht einsatzfähig im Rüsthaus.

Um die Schlagkraft der Wehr aufrecht zu erhalten und den damaligen feuertechnischen Erfordernissen entsprechend gerüstet zu sein, wurde im Jahre 1957 an die Gemeinde das Ersuchen gerichtet, um den Verkauf des Chevrolet-Fahrzeuges und zugleich eine Neuanschaffung eines Rüstfahrzeuges zu ermöglichen.

1958 wurde das LFB-Fahrzeug Borgward mit Aufbauseilwinde, 3,5 Tonnen, gekauft. Die Finanzierung erfolgte teils vom Land Steiermark und teils von der Gemeinde, der Bevölkerung, den Patinnen und aus der Wehrkasse.

Aus eigenen Mitteln konnte eine Tragkraftspritze, Type TS 8 VW Automatik gekauft und im LFB-Borgward untergebracht werden. Diese Pumpe ist zurzeit im jetzigen LFB eingebaut und noch voll funktionstüchtig.

Um die Schlagkraft und Einsatzfähigkeit der Wehr der sich ständig ändernden Umwelt anzupassen, wurde im Jahr 1964 ein Geländewagen, Marke Landrover, mit Vorbaupumpe und einer Leistung von 1200 l/min, angekauft.

Im Jahr 1973 wurde der Feuerwehr Hitzendorf von der Gemeinde unter dem amtierenden Bürgermeister und Feuerwehrhauptmann Alois Spath ein neues Rüsthaus der Bestimmung übergeben. Dieses besteht aus vier Garagen und einem Aufenthaltsraum.

Die größte Errungenschaft auf dem Gebiet der Brandbekämpfung seit der Erfindung der Feuerwehrspritze ist sicherlich das Tanklöschfahrzeug. In Minutenschnelle ist dieses am Brandplatz, und nur drei Feuerwehrmänner sind als Bedienungspersonal nötig, um das Feuer so lange zu bekämpfen, bis genügend Wasser von natürlichen Bezugsstellen herangepumpt wird. Bei kleineren Bränden genügt oft das Tanklöschfahrzeug allein, um das Feuer zu bekämpfen.

Unsere Feuerwehr erhielt 1974 ihr erstes hervorragend ausgerüstetes Tanklöschfahrzeug der Marke Steyr 790 mit Allradantrieb, einem 2500-Liter Wasser und einem 240-Liter Schaummitteltank. Weiters war es mit drei Atemschutzgeräten und 6 Reserveflaschen ausgerüstet.

Bis vor wenigen Jahrzehnten sah man die Aufgaben der Feuerwehr vor allem in der Bekämpfung von Bränden und sonstigen Elementarereignissen. In den letzten 50 Jahren genügte es jedoch für einen tüchtigen Feuerwehrmann nicht mehr, “nur” als Feuer-und Wasserwehrmann sein Bestes zu geben. Neben den seit alters hergefürchteten Naturgewalten war binnen weniger Jahre eine neue Gefahr entstanden: die sprunghaft ansteigende Motorisierung im Lande.

Immer häufiger wurde die Feuerwehr zu Verkehrsunfällen zu Hilfe gerufen, musste Autos bergen, havarierte Fahrzeuge abschleppen und Straßen freimachen.

Um den gesteigerten Anforderungen der modernen Zeit gerecht zu werden, wurden die Wehrmänner von nun an systematisch auch für technische Einsätze ausgebildet. Unsere Wehr erhielt im Jahr 1982 ein so genanntes LFB (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung) der Marke Mercedes 1019. Bestückt mit einer Tragkraftspritze VW TS 8, die bereits im LFB-Borgward eingebaut war, mit Schlauchmaterial und Zubehör, Schlammpumpe, elektrische Tauchpumpen, hydraulische Seilwinde 5 Tonnen, Stromgeneratoren 5 KVA und 20 KVA, hydraulische Schere und Spreizer um eingeklemmte Personen aus verunfallten Fahrzeugen zu bergen, Trennschleifer und Motorsäge sowie andere Werkzeuge für feuerwehrtechnische Einsätze. Ein auf das Fahrzeug aufgebauter Lichtmast, 7m, ausfahrbar mit zwei 1500-Watt-Flutlichtscheinwerfern, leuchten bei Einsätzen in der Nacht den Einsatzort aus.

Der Fuhrpark bestand nun aus einem TLF, LFB und einem KLF. Um alle Wehrmänner zum Einsatzort bringen zu können, wurde im Jahre 1985 ein so genanntes MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) angeschafft. Dieses Fahrzeug hat sich nicht nur bei Einsätzen bestens bewährt, sondern wird vor allem auch für die vielen Schulbesuche in der Feuerwehrschule in Lebring benötigt.

Dadurch das die Garagen unseres Rüsthauses unter dem Gemeindeamt waren, war der Vorplatz meist verparkt. (Vor allem bei Veranstaltungen) Aufgrund immer mehr Ausrüstungsgegenstände, extrem schlechte bzw. keine Umkleidemöglichkeiten, reifte im damaligen Feuerwehrausschuss unter HBI Heinrich Higgersberger die Idee heran ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. 

Es sollten noch viele Jahre der Planung und der harten Arbeit vergehen, immerhin brachten die Kameraden der Feuerwehr mehr als 14000 freiwillige Arbeitsstunden auf, bis das Gemeinschaftswerk der Feuerwehr, der Marktmusik und des Männergesangsvereines im Sommer 1994 festlich eröffnet wurde. Kurz darauf übernahm Alois Reicht als HBI die Leitung der Wehr.

Unser KLF-Landrover ist nun auch schon langsam in die Jahre gekommen, und wurde im Jahre 1996 gegen ein KLF der Marke Mercedes Sprinter ausgetauscht. Beladen ist dieses Fahrzeug mit einer leistungsstarken Tragkraftspritze, Ziegler TS 12 mitsamt dem dazugehörenden feuerwehrtechnischen Zubehör. Weiters gibt es in diesem Fahrzeug 3 Stück Atemschutzgeräte, Handfeuerlöscher eine Motorkettensäge, einen Greifzug usw.

Die nächste große Anschaffung folgte im Jahr 2000. Das TLF Steyr kam nach 26 harten Dienstjahren den Anforderungen der heutigen Zeit, nicht mehr nach und so musste ein Ersatz her. Nach intensiver Vorbereitungsarbeit, (an dieser Stelle sollte noch einmal unser Kamerad Martin Eckhart erwähnt werden, der durch einen tragischen Arbeitsunfall ums Leben gekommen ist, er hat sich voll und ganz für dieses Fahrzeug eingesetzt) war es im Frühjahr 2000 soweit. Unser TLFA-4000 Mercedes 1528 Artego wurde feierlich seiner Bestimmung übergeben. Hier sollten nur die wichtigsten Einrichtungen dieses modernen, für die nächsten 30 Jahre bestimmten Einsatzfahrzeuges, aufgezählt werden.

Für die rasche Brandbekämpfung ist das Fahrzeug mit einem 4000l Wassertank ausgestattet. Eine leistungsstarke Heckeinbaupumpe sorgt dafür, dass mit zwei Hochdruckeinrichtungen gearbeitet werden kann. Zusätzlich gibt es noch schweren Atemschutz im Fahrzeug, weiters noch ein Stromaggregat 11 KVA, Erste Hilfe Material, eine Korbtrage, und jede Menge feuerwehrtechnisches Werkzeug.

Nun noch ein Vergleich, wie sich allein in den letzten 20 Jahren die Einsätze gesteigert haben. So gab es im Jahr 1982 62 Einsätze, die sich wie folgt austeilten:

Siebenmal gab es Brandalarm und 54-mal mussten unsere Kameraden zu technischen Einsätzen ausrücken, insgesamt wurden bei diesen Einsätzen 777 freiwillige Stunden geleistet.

Im Jahre 2002 gab es bereits 318 Einsätze, diese gliedern sich in 15-mal Brandalarm und 303 Technische Einsätze, wobei hier ein Großteil auf Nutzwassertransporte, bedingt durch den trockenen Sommer, entfällt. Weiters gab es 670 sonstige Tätigkeiten, wie zb. Ausbildung in der Feuerwehrschule, Übungen, Veranstaltungen, Wartung der Gerätschaften usw. Insgesamt wurden im Jahr 2002 in Hitzendorf 15010 freiwillige, unentgeltliche Stunden zum Wohle der Bevölkerung geleistet.

2003 stand ganz im Zeichen der 120 Jahrfeier der Feuerwehr Hitzendorf, so wurde der Bezirksfeuerwehrtag mit Wettkämpfen in Hitzendorf abgehalten. Bei herrlichem Wetter und besten Bedingungen wurde diese Veranstaltung ein großer Erfolg. Für jene Kameraden, die im Jahr davor beim Hochwassereinsatz in Oberösterreich waren gab, es eine hohe Auszeichnung, nämlich die “OBERÖSTERREICHISCHE MEDAILLE FÜR KATASTROPHENHILFE“.

Die nächste wirklich große Anschaffung ist unser RFA. Über zwei Jahre wurde das Fahrzeug geplant und über die Finanzierung getüftelt. Im Herbst 2011 war es endlich so weit. Das Fahrzeug wurde in Vorarlberg von der Fa. Walser aufgebaut. Die Kosten belaufen sich auf über 390 000 Euro. Stolz sind wir, dass wir für das neue Fahrzeug 140 000 Euro aus unserer Wehrkassa beisteuern konnten.

HBI Reicht und OBI Neubauer beenden ihr Führungsarbeit, die Wehrversammlung 2012 stand ganz im Zeichen des Führungswechsels. Neuer Kommandant ist nun HBI Martin Higgersberger, neuer Stellvertreter ist OBI Markus Ziehenberger.

Viel Unglück und leid ist schon auf den Straßen in und um Hitzendorf geschehen, und oft boten sich unseren Feuerwehrmännern schreckliche Anblicke, wenn es galt, Verletzte oder Tote aus den zertrümmerten Autos und Traktoren zu holen. Bei den Verkehrsunfällen gibt es jedoch nicht nur Arbeit an den unmittelbar betroffenen Personen und Fahrzeugen. Nach schweren Unfällen, gerade auf unseren viel befahrenen Landes und Gemeindestraßen, gibt es Straßensperren und Verkehrsumleitungen und Feuerwehrmänner versehen in Zusammenarbeit mit der Polizei ihren freiwilligen gefahrvollen Dienst.

Die Zeit hat es mit sich gebracht, das die heutige Bezeichnung Feuerwehr eigentlich nicht mehr ganz stimmt. Normalerweise sollte die Bezeichnung “schnelle technische Einsatztruppe” lauten, den auch in Hitzendorf rückt die Feuerwehr zu 95% technischen Einsätzen aus.

Unsere Wehr ist seit 130 Jahren ein fixer Bestandteil der Gemeinde Hitzendorf. Wir sind gerne für die Bevölkerung da, und wir sind uns sicher wir handeln im Sinne der Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Hitzendorf, wenn wir weiterhin nach unserem Leitspruch arbeiten:

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr

Die Komandanten unserer Feuerwehr seit 1883

von 1883 bis 1890 Vinzenz Schwentner

von 1891 bis 1905 Anton Buchhaus (seinerzeit auch Bürgermeister von Hitzendorf)

von 1906 bis 1917 Andreas Hois

von 1918 bis 1922 Johann Schwentner

von 1923 bis 1930 Dominikus Higgersberger

von 1931 bis 1938 Anton Posch

von 1939 bis 1946 Johann Schwentner

von 1947 bis 1959 Alois Higgersberger

von 1960 bis 1977 Alois Spath

von 1977 bis 1994 Heinrich Higgersberger

von 1995 bis 2012 Alois Reicht

ab 2012 Martin Higgersberger